ausstellung
„tschichold in st.gallen”

vernissage_donnerstag, 13. september 2018
zeit_19:00 uhr

ort_galerie in der rahmenhandlung wohlleb & wohlleb
1030 wien, seidlgasse 23

ausstellungsdauer_14. september bis 5. oktober 2018
öffnungszeiten_montag bis freitag 9:00 bis 18:00 uhr
samstag 9:00 bis 13:00 uhr

eintritt_frei


führungen durch die ausstellung
mit jost hochuli – anmeldung erforderlich!

es gibt ein paar wenige restplätze für
donnerstag, 20. september 2018
jeweils um 9:00 und um 10:30 uhr

anmeldung bitte bis allerspätestens mittwoch, 19. september um 19:00 uhr per email an » [web/typographischegesellschaft/at]



jan tschichold wurde 1902 in leipzig geboren und starb 1974 in der schweiz. mit seinen praktischen und theoretischen werken hat er die typografie der westlichen welt im 20. jahrhundert entscheidend geprägt. 2010 haben seine erben der st. galler kantonsbibliothek vadiana dessen arbeitsbibliothek geschenkt. jost hochuli wurde mit ihrer bearbeitung betraut und unerwartet befanden sich dabei bedeutende archivalien. die ausstellung bietet in 24 vitrinen einen querschnitt durch diese bibliothek und zeigt dokumente, die bis jetzt unbekannt und unveröffentlicht waren und neues licht auf persönlichkeit und werk von jan tschichold werfen. knappe texte in den vitrinen und ein kostenlos auflie­gendes heft mit ausführlichen legenden erläutern die zusammenhänge.


tschichold in st. gallen. eine ausstellung in 24 vitrinen und auf 16 stellwänden.
seit dem herbst 2010 befindet sich die sogenannte arbeitsbibliothek von jan tschichold im st. galler zentrum für das buch an der kantonsbibliothek vadiana. im gesamten sind es 2336 einheiten, unter ihnen 161 zeitschriften mit zum teil bis zu 200 nummern. einige bücher und zeitschriften sind selten und in andern fachbibliotheken kaum zu finden.

der begriff „arbeitsbibliothek” ist irreführend. viele bücher, broschüren und zeitschriften sind nämlich „getrüffelt”, das heißt in diesem fall, dass sich zwischen deckeln und vorsätzen oder zwischen den seiten die verschiedensten dokumente finden — briefe, briefkopien, handschriftliche kommentare und anderes mehr. die bibliothek enthält deshalb eine große anzahl archivalien, einige von seltenstem wert. ganz besonders reich an unbekannten materialien sind die 204 faszikel. in diese hat tschichold über jahrzehnte hinweg ausrisse oder ausschnitte aus zeitschriften und zeitungen, buchprospekte, briefe, fotografien, originalgrafiken und vieles mehr zu unterschiedlichsten themen und verschiedenen persönlichkeiten gelegt — scheinbar unbedeutende ephemera, bei näherer prüfung aber wertvolle dokumente zur typografie des zwanzigsten jahrhunderts und zu leben und werk von jan tschichold. dabei handelt es sich teilweise um unikate. die ausstellung gibt einen querschnitt durch das vorhandene material. besonders erwähnt seien entwürfe für eine neue druckschrift aus dem jahr 1953, die bisher von niemandem erwähnt worden sind, auch nicht von tschichold selbst. ebenso unbekannt ist ein manuskript von 1966 mit dem titel „die unsymmetrische satzweise” als vorlage für eine neue deutsche ausgabe seines buches typographische gestaltung (basel 1935), die jedoch nie erschienen ist und die nicht nur eine zweite auflage, sondern ein in weiten teilen ganz neues buch geworden wäre.


ausstellungsheft
jost hochuli hat die exponate der ausstellung so ausgewählt, dass sie sich zu einem aussagekräftigen querschnitt fügen. das betrachten der vitrinen stellt anforderungen an die besucherInnen. um so viele querbezüge wie möglich aufzuzeigen, waren eingehende legenden nötig. diese schienen am schluss aber zu lang, um über die vitrinen gebeugt mühelos gelesen werden zu können. hochuli hat sie deshalb für die vitrinen auf das allernötigste gekürzt und die ausführlichen texte in den heftlein zusammengefasst, die auf dem büchertisch zur freien verfügung aufliegen, auf einem der stühle sitzend bequem gelesen und auch mit nach hause genommen werden können.


begleitpublikation
in deutsch und englisch, 96 s., gebunden, mit zahlreichen farbigen abbildungen.

inhalt der publikation u.a.: jan tschichold und das st. galler zentrum für das buch; tschichold in st. gallen?; biografische notizen; jan tschicholds arbeitsbibliothek; „die unsymmetrische satzweise”; ergänzungen zur bibliografie von jan tschichold; dokumentation der ausstellung)




vorträge zur ausstellung

jost hochuli
„tschichold in st.gallen”


datum_freitag, 14. september 2018
zeit_19:00 uhr
ort_hauptbücherei wien
urban-loritz-platz 2a, 1070 wien

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christopher burke
„jan tschichold, a double life”


datum_montag, 17. september 2018
zeit_19:00 uhr
ort_hauptbücherei wien
urban-loritz-platz 2a, 1070 wien

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otmar hoefer
„sabon und das typografische umfeld im wandel der zeiten – eine kleine zusammenfassung der ereignisse die in 50 jahren schriftschaffen geschehen sind”


datum_donnerstag, 20. september 2018
zeit_19:00 uhr
ort_hauptbücherei wien
urban-loritz-platz 2a, 1070 wien

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